LARS BÖKENKRÖGER

Bad Oeynhausen besser machen

Mein Bad Oeynhausen-Plan

Mein Bad Oeynhausen-Plan

Bildung ist die entscheidende Investition in unsere Zukunft. Wir müssen weiter in Kindergärten und Schulen investieren. Das hat für mich Priorität.
Eine gute Kinderbetreuung unterstützt Eltern bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Für die Stadt bedeutet das in erster Linie ein zuverlässiges Angebot an Kinderbetreuung über alle Altersklassen hinweg anzubieten. Der klassische Arbeitstag wird immer mehr von flexiblen Modellen abgelöst. Das Betreuungsangebot für Kinder muss daher  insgesamt flexibler werden.

Unsere Kinder und Jugendlichen verdienen die bestmögliche schulische Bildung. Voraussetzung ist dafür ausreichender und moderner Schulraum sowie zeitgemäßes Lehr- und Unterrichtsmaterial. Neben dem räumlichen Ausbau von Kindergärten und Schulen spielt die Personalgewinnung eine wichtige Rolle. Die Stadt muss stärker um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Berufsfeld Kinderpfleger, Erzieher und Tagespflegepersonen werben.

Ich möchte die Sanierung von Schulen fortsetzen, um das Lernumfeld für Kinder und Jugendliche zu optimieren. Selbstverständlich müssen genügend Mittel für den laufenden Bauunterhalt der Schulen zur Verfügung stehen. Die Schulen müssen fit für die digitale Zukunft gemacht werden. Unsere Schulen setzen sich mit dem Einfluss der  Digitalisierung auf Arbeitsweisen und Methoden auseinander. Deshalb gehört es zu
den Aufgaben der Stadtverwaltung, die Schulen adäquat auszustatten.

Die Schulsozialarbeit muss an Schulen weiter gestärkt und Grundschulen bei der Erfüllung von Integrationsaufgaben weiter unterstützt werden. Immer mehr Kinder nutzen das offene Ganztagsangebot in Bad Oeynhausener Grundschulen. Ich setze mich dafür ein, dass das offene Ganztagsangebot mit Lernangeboten über alle Bereiche von Musik, Sport, Kunst, Literatur und Naturwissenschaften weiter ausgebaut wird.

Zentrale Bedingung für  gesellschaftliche Teilhabe ist ein hohes Maß an Lebensqualität. Dies gilt von der Jugend an bis ins hohe Alter. Schließlich nehmen in unserer  Gesellschaft alle Menschen gleichberechtigt am öffentlichen Leben teil.

Die Jugend ist nicht nur unsere Zukunft. Sie ist die Gegenwart. Diese Realität muss sich auch in Bad Oeynhausen widerspiegeln. Bereits laufende  Beteiligungsprojekte für
Jugendliche, wie das Kinder- und  Jugendparlament, werde ich fortführen.

Die Lebenserfahrung der Älteren bereichert unsere Gemeinschaft. Die Seniorenarbeit in
Vereinen und Verbänden ist zu unterstützen. Die vorbildliche Arbeit des Seniorenbeirats
als Sprachrohr und Interessenvertreter der älteren Generation bedarf weiterhin der Unterstützung durch die Stadt. Wir brauchen mehr barrierefreie Gehwege und
Straßenkreuzungen ebenso wie seniorengerechte Sitzgelegenheiten in unserer Stadt. Mit einer Zeitinformation an Fußgängerampeln sollen Fußgängerüberwege für ältere Mitbürger sicherer gestaltet werden.

Ich möchte allen Bürgerinnen und Bürgern eine weitgehend barrierefreie Teilhabe am
gesellschaftlichen Leben ermöglichen. Investitionen in Barrierefreiheit gehören für mich zur  Daseinsvorsorge in unserer Stadt.

Die Corona-Krise hat Unternehmen, Gastronomen, Einzelhandel und die Tourismusanbieter in Bad Oeynhausen stark getroffen. Wir brauchen nun eine konsequente wirtschaftsfreundliche Atmosphäre in unserer Stadt, damit Unternehmen weiterhin investieren und Arbeits- und Ausbildungsplätze schaffen können. Als Bürgermeister will ich mich verstärkt um die Wirtschaftsförderung, das Werben um Investoren und die Beziehungspflege zu den ansässigen Unternehmen kümmern. Ein regelmäßiger institutionalisierter Austausch von Unternehmensvertretern, den Kammern und der Stadt soll in Bad Oeynhausen installiert werden.

Dazu gehört auch die Weiterentwicklung der Bad Oeynhausener Innenstadt. Ein Schlüssel liegt darin, leerstehende Immobilien zu beleben, die Erreichbarkeit der Innenstadt zu  gewährleisten, der Ausbau des  Übernachtungsangebotes und die Verbesserung des tourismusrelevanten Gastronomieangebotes. Die Entwicklung der Innenstadt muss wieder Chefsache werden!

Ich setze außerdem auf ein rasches und zielorientiertes Handeln bei Bauvorhaben und Genehmigungen.

Die CDU und ich persönlich stehen für eine solide, nachhaltige und vorausschauende
Haushaltspolitik ein. Eine Erhöhung von Grund- und Gewerbesteuer lehne ich ab. Das ehemalige Fünferbündnis hat  Unternehmen,  Immobilieneigentümer und Mieter mit der Erhöhung der Grund- und  Gewerbesteuer 2016 massiv belastet. Gerade nach der Corona-Krise dürfen Unternehmen nicht noch weiter belastet werden.
Alle geplanten  Stadtentwicklungsprojekte der nächsten Jahre müssen priorisiert und die Bürger über die Kosten, Fördergelder und konkrete Umsetzungspläne umfassend informiert werden. Auf der Website der Stadt Bad Oeynhausen ist dazu ein eigener Bereich einzurichten.

Das Herz- und Diabeteszentrum ist weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt,
verschiedenen Fachkliniken leisten eine herausragende Arbeit und auch die zahlreichen
Einrichtungen für Rehabilitation und Anschlussheilbehandlungen tragen dazu bei, dass Bad Oeynhausen einer der wichtigsten Gesundheitsstandorte in Nordrhein-Westfalen ist. Bürgerinnen und Bürger sollen die bestmögliche medizinische Versorgung erhalten. Dafür müssen die Auguste-Viktoria-Klinik und das Krankenhaus in der Nähe des Herz- und Diabeteszentrums in einem Neubau zusammengeführt werden. Die medizinische
Zusammenarbeit zwischen dem Krankenhaus und dem Herz- und Diabeteszentrum NRW ist sicherzustellen. Unabdingbar ist diese Zusammenarbeit bei den Fachdisziplinen der Gefäßchirurgie, der Pneumologie und der Geburtshilfe.

Mit mehr als 900.000 Übernachtungen pro Jahr, seinem Kulturangebot und seiner Tradition als bekannter Kurort spielt der Tourismus in Bad  Oeynhausen eine wichtige Rolle. Die Bedeutung des Tourismus für unsere Stadt muss weiter gesteigert werden, dazu gehört eine eindeutige Profilierung und Positionierung unserer Stadt.

Der Schutz der öffentlichen Sicherheit und Ordnung ist unabdingbare Voraussetzung für die Lebensqualität der Bad Oeynhausener Bürgerinnen und Bürger. Die gefühlte und tatsächliche Sicherheit im Stadtgebiet muss weiter erhöht werden. Die Innenstadt, der ZOB mit dem Bahnhof und der Sielpark dürfen nicht zu Orten werden, die die Bürgerinnen und Bürger aus Sicherheitsgründen meiden. Wir brauchen eine flächendeckende Präsenz des Ordnungsamtes und der Polizei. Es ist ein falsches gesellschaftliches Signal, wenn die  Polizeiwache in der Blücherstraße nicht
mehr 24 Stunden am Tag an sieben Tagen in der Woche besetzt ist.

Ein wichtiger Aspekt ist die Sauberkeit im öffentlichen Raum: Schmierereien, Verwahrlosung von Straßen und Plätzen durch wildes Plakatieren, Schmutz und Unrat tragen zu einem Unsicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger bei. Sauberkeit ist eine Vorstufe von Sicherheit.

Unser Leben findet gerade auch in den Ortsteilen statt. Mein Ziel ist es, die  Identität und Strukturen der Ortsteile zu stärken. Dazu gehören u.a. die Unterstützung des Vereinswesens, Treffpunkte in den Ortsteilen erhalten, wie zum Beispiel das Veranstaltungszentrum (ehemals Bürgerhaus) Rehme, Neubau und  Instandhaltung von  Sportstätten, wohnortnahe Kindergärten und Grundschulen und eine Optimierung der  Verkehrssituation.

Behördengänge und Dienstleistungen müssen näher an den Bürger kommen. Die
Digitalisierung der Stadtverwaltung muss schneller als derzeit vorangetrieben werden. Die Website der Stadt muss zur zentralen Kommunikationsplattform der Stadt werden.

Unsere Stadt steht in den  kommenden Jahren vor der Umsetzung großer Verkehrsinfrastrukturprojekte: Der Umbau der  „Mindener  Straße/Kanalstraße“ und die Brückensanierungen „Eidinghausener Straße“, „Steinstraße“ und „Herforder Straße“ werden die Verkehrssituation in den Ortsteilen und die  Verkehrsströme in unserer Stadt erheblich verändern.

In der Vergangenheit haben sich viele Bürgerinnen und Bürger bei  Verkehrsprojekten und Straßenbaumaßnahmen nicht ausreichend und vor allem nicht früh genug beteiligt und informiert gefühlt, obwohl auf allen Ebenen der  Verkehrswegeplanung eine Beteiligung gesetzlich vorgesehen ist. In der  Praxis wurden die  Menschen in unserer Stadt jedoch häufig nicht erreicht. Das will ich ändern.

Die Stadt muss über Baustellen besser und früher informieren, insbesondere auch die Anlieger, die von Baumaßnahmen betroffen sind. Darüber hinaus sollen Bürgerinnen und Bürger über die Internetseite der Stadt alle Informationen, wie die Zeitplanungen zu den geplanten  Straßenbaumaßnahmen und Verkehrsprojekten erhalten und die Möglichkeit haben, eigene Anregungen oder Stellungnahmen zu den Projekten hinterlassen. Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, sollen Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit erhalten, über eine APP auch Hinweise zu Schlaglöchern oder Reparaturbedarf auf Straßen, Radwegen und Bürgersteigen einzustellen.

Wir benötigen eine gute Anbindung der Ortsteile mit der Innenstadt durch einen leistungsfähigen ÖPNV. Ich trete dafür ein, dass in Bad Oeynhausen das Radwegenetz weiter ausgebaut wird. Ziel ist es, den Komfort für Fahrradfahrer zu erhöhen, d.h. mehr Sicherheit bieten und Lücken im Radwegenetz zu schließen.

Sport ist integraler Bestandteil unserer Gesellschaft. Aus dem täglichen Leben der meisten Bürgerinnen und Bürger ist er nicht  wegzudenken. In kaum  einem anderen  gesellschaftlichen Bereich  gelingen die Integration, die Einbeziehung von Menschen mit  Behinderungen und das Miteinander von Jung und Alt so reibungslos wie
im Sport.

Deshalb ist es für mich ein Anliegen, den Sport nachhaltig zu unterstützen, seine Autonomie und Eigenverantwortung zu stärken und ihm dort Hilfe zukommen zu lassen, wo er mit eigenen Mittel seine Zielsetzungen nicht erreichen kann. Die Sportvereine stehen im Mittelpunkt meiner  sportpolitischen Vorstellungen. Der Stadtsportverband mit seinen angeschlossenen Vereinen ist Partner der Stadt. Die Sportvereine in Bad Oeynhausen sind für ihre Aktivitäten im Kinder- und Jugendsport besonders zu fördern. Intakte Sportstätten und eine dazugehörige  Infrastruktur sind unabdingbare  Voraussetzungen für ein  attraktives Sportangebot. Vordringlichste Aufgabe der kommenden Jahre wird weiterhin die  Instandhaltung und Pflege  der Sportanlagen in Bad  Oeynhausen sein.

Kultur ist ein wichtiger  Standortfaktor und trägt entscheidend zum Profil unserer Stadt bei. Bad  Oeynhausen hat ein vielbeachtetes und  ausgeprägtes kulturelles  Angebot. Das Theater im  Park, das Deutsche Weser- und Märchensagenmuseum und die Stadtbücherei sind wichtige kulturelle  Einrichtungen unserer Stadt. Die Musikschule  dient der Ausbildung von  Kindern und Jugendlichen.  Zur Identitätsbildung der  Bürgerinnen und Bürger  Bad Oeynhausens tragen  das Stadtarchiv, der  Museumshof und die  Heimatvereine  entscheidend bei. Die VHS und das Begegnungszentrum Druckerei gehören zum festen Bestandteil des Kulturangebotes unserer Stadt. Ich möchte, dass die bestehenden  Kultureinrichtungen  weiterhin finanziell  unterstützt werden. Ich erkenne den hohen Wert der Brauchtumspflege in den Vereinen und werde mich für die entsprechende Förderung einsetzen. Die Kulturanbieter sollen ihre Angebote verstärkt an Kinder, Jugendliche und Seniorinnen und Senioren ausrichten. Ich unterstütze ausdrücklich die  Kooperation von  Musikschule und dem Immanuel Kant  Gymnasium.

Die Kultur in Bad  Oeynhausen soll digitaler  und damit sichtbarer  werden. Museen gehen dazu über, ihre  Sammlungen und  Ausstellungen auch online zu präsentieren. Sie  gewinnen durch diese Art der Vermittlung neue  Besucherinnen und  Besucher. Das Ehrenamt in Sport, Kultur und unserer  Stadt ist weiter zu stärken.

Ich mache mich für eine nachhaltige Umwelt- und Klimapolitik in Bad Oeynhausen stark. Ich setze auf Vernunft statt  Ideologie. Die Klimaschutzaktivitäten der Stadt Bad Oeynhausen mit den Energieberatungs- und
Informationsangeboten, dem Ausbau der  Radinfrastruktur, der  energetischen  Gebäudesanierung der städtischen Immobilien sowie der Infrastruktur für Elektromobilität muss fortgesetzt werden. Am Energieverbrauch der städtischen Liegenschaften haben die Schulen den  größten Anteil. Ich möchte die energetische Sanierung aller städtischen Gebäude vorantreiben und damit den
Energieverbrauch in den öffentlichen Gebäuden senken.

Der Baumbestand im Stadtgebiet muss erhalten und ausgeweitet und der städtische Fuhrpark soll weiter auf Fahrzeuge mit  umweltverträglichen Motoren umgestellt werden. E-Ladesäulen sollen bedarfsorientiert im Stadtgebiet aufgestellt werden.

Ohne aktive Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger wird die Energiewende  nicht zu schaffen sein. Eine Energieberatung für die Bürgerinnen und Bürger sowie Energieinformationstage tragen dazu bei, dass der Klimaschutz als eine bedeutende Aufgabe angesehen wird und deren Erfüllung nach Kräften fördern.

Copyright 2020 © Lars Bökenkröger